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Gelesen: Shades of Grey.

Da ich momentan noch zu faul bin, die restlichen London-Bilder hochzuladen, wollte ich euch heute mal meine Meinung zu der Shades of Grey-Reihe aufs Auge drücken.

Sicher habt ihr alle schon irgendwie davon gehört, viele haben es gelesen oder sich zumindest gewundert, warum die Erotiktrilogie schon so lange in den Bestsellerlisten steht. Genau deswegen las ich die drei Bände nun und bildete mir meine eigene Meinung – mit dem Vorhaben, den Hype um diesen Kram zu verstehen.

Ich las also den ersten Band auf Deutsch und war nach einem guten Drittel echt geschafft. Ich wollte es nicht mehr weiterlesen, es ging mir auf die Nerven. Ja, ihr habt Sex und ja, der ist härter als normalerweise üblich – beim ersten Mal war das vielleicht noch ganz spannend zu lesen, nach dem vierzigsten Mal war es mir aber einfach schnuppe und ich wollte, dass die Geschichte weitergeht. Ich befragte deshalb meine Twittertimeline, ob sich das eigentlich noch lohnt und bekam vollkommen gegensätzliche Meinungen. Zum Glück folgte dann noch ein kleiner Spoiler per Direktnachricht, der mich dazu veranlasste, weiterzulesen. Und herrje, bin ich froh drum!

Ich kann’s ja jetzt auflösen: ich habe mich ein bisschen in die Reihe verliebt. Sicher, die Sexsache ging mir auch noch im dritten Band auf die Nerven, aber die Geschichte drumherum war einfach hübsch und gut geschrieben. Wer sich mit der Übersetzung (so wie ich) einfach nicht anfreunden kann: lest es auf Englisch! Es ist alles andere als schwer verständlich und man spürt die Beziehung zwischen Ana und Christian in meinen Augen noch viel mehr.

So kam es also, dass ich die insgesamt über 1800 Seiten in etwas über einer Woche verschlang und wirklich bedröppelt war, als ich die letzte Seite las. Ich wollte mehr davon. Auch jetzt würde ich gern wieder in diese Welt eintauchen und die beiden Hauptfiguren weiter begleiten. Ich habe übrigens bisher immer noch kein neues Buch begonnen, weil ich nach einer Geschichte mit mehreren Bänden immer ein paar Tage brauche, um mich davon zu lösen und für eine neue Geschichte offen zu sein. Klingt doof, ist aber so.

Und nur, weil mir die Beschreibungen irgendwann einfach zu ausführlich waren, ziehe ich einen halben Punkt ab, ansonsten: eine wirklich tolle Geschichte, die zu recht erfolgreich ist. Tschüss, Ana – bye, Christian.

Bewertung: ★★★★½

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2 Kommentare

  • Reply
    Christina
    2012/12/29 at 11:28

    Ist ja lustig, wie gegensätzlich die Meinungen sind. Die Meisten sagen ja, dass es furchtbar schlecht geschrieben ist (auch auf Englisch), das siehst du ja anscheinend anders!
    Ich muss zugeben, dass ich auch eher zu den Grey-Anhängern gehöre – ich habe mich auch in die Trilogie verliebt und finde es sehr schade, dass es nicht noch mehr Bücher davon gibt…

    • Reply
      staenkerliese
      2012/12/29 at 21:33

      Es ist sicher nicht die beste Autorin, aber man gewöhnt sich an den Schreibstil, find ich. :) Im Englischen ist es aber wirklich viiiiel besser, die Übersetzung wirkt teilweise einfach total albern. Aber ich weiss auch jetzt nicht, warum ich die Reihe so toll fand – irgendwas hat mich dann eben doch gefesselt. ;)

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