Vienna

Vienna: Said the Butcher to the Cow

Schon ewig hatten wir vor, den Butcher mal auf Herz und Nieren zu testen, nachdem man vom Hype nach der Eröffnung förmlich überrollt wurde. Leider gab es da aber massig andere Interessenten und vor drei Wochen Wartezeit war nie ein Tisch frei, weshalb wir uns letztendlich doch immer für ein anderes Restaurant entschieden haben. Diesen Monat war es jedoch endlich soweit und wir kehrten nach “nur” 1,5 Wochen Wartezeit endlich auf einen (hoffentlich) sehr leckeren Burger ein.

said the butcher to the cow

Was mir persönlich sofort in den Sinn kam, als ich durch die Tür trat: dieser Laden würde auch perfekt nach Berlin passen. Er wirkt irre hip, ist toll eingerichtet und hat diese besondere After-Work-Stimmung, die einen runterkommen lässt. Zugegeben, entspannen kann man sich beim Essen nicht wirklich, da es einfach immer voll ist. Sehr, sehr voll. Wer sehr eng gestellte Tische überhaupt nicht abkann, wird sich nicht lange dort aufhalten können, aber die Inneneinrichtung macht das für mich irgendwie wieder wett.

Wir bestellten alle den (Bacon-)Cheeseburger mit Fries und selbstgemachtem Ketchup (11,30 EUR), der auch schon nach zehn Minuten serviert wurde. Alle Zutaten waren sehr frisch und es war toll angerichtet. Ich persönlich mag normale Pommes einfach sehr viel lieber als Potato Wedges, aber sie waren dennoch selbstgemacht und das hat man auch geschmeckt! Das Fleisch war sehr saftig, aber recht stark gepresst, was meiner Begleitung sehr gut gefiel – ich selbst mag die Konsistenz lieber, wenn man noch merkt, dass es Hackfleisch ist. Der Bun war einen Hauch zu knusprig, aber dennoch viel besser als der Durchschnitt, den man in Wien oft auf dem Teller hat. Was ich wirklich zusätzlich empfehlen kann, ist die Knoblauchsauce: ist nicht teuer und schmeckt wahnsinnig gut zum Burger!

Der Butcher ist außerdem bekannt für seine große Gin-Auswahl, weshalb meine Begleitung den auch unbedingt noch probieren wollte – ich selbst blieb beim Milchshake (noms!). Auch hier sind die Preise ziemlich pfeffrig, aber vom Geschmack her waren sie begeistert.

Größtes Plus des Besuches: man wird sehr lieb behandelt und hat wirklich das Gefühl, dass hier jeder Gast zählt. Bei sehr gehypten Läden ist es leider oft so, dass hier einfach die Masse jegliche persönliche Note raubt, das war hier aber absolut nicht so. Man wurde mehrfach gefragt, ob alles passt, ob man Feedback für sie hat oder einfach noch zusätzliche Wünsche – selbst ein kurzes Pläuschchen war drin, obwohl wirklich sehr viel los war. Das ist in Wien absolut selten und hat mich deshalb umso mehr gefreut – so läuft gute Gastronomie nämlich!

Fazit: nicht günstig, aber wenn man dann mal einen Tisch erhascht, fühlt man sich sehr wohl und bekommt auch einiges für sein Geld geboten. Deshalb: bis bald, lieber Butcher!

 

… said the butcher to the cow
Opernring 11
1010 Wien
butcher-cow.at

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