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Emma Donoghue – Room

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Room ist eine aufwühlende Geschichte einer Mutter, die ihren Sohn Jack nicht nur im Room bekommen, sondern auch dort aufgezogen hat. Das Buch erschien bereits 2010, wurde aber erst so richtig erfolgreich durch die Verfilmung durch Lenny Abrahamson.

Emma Donoghue erzählt von einer Geschichte, die einen sofort einige Jahre zum Fall Fritzl zurückversetzt. Der fünfjährige Jack lebt mit seiner Mutter seit seiner Geburt auf nur 16 Quadratmetern, und außer dem Fernseher und den immer wiederkehrenden Besuchen von Old Nick, hat er keinen Bezug zur Außenwelt. Für ihn ist Room seine Welt – er fühlt sich wohl, lebt seinen Alltag mit Ma und denkt, er sei ein ganz normaler Junge.

Die Mutter hat eine kleine, aber schöne Welt für Jack geschaffen, in der er spielt, Geburtstage feiert und Geschenke erhält. Sein einziger Bezugspunkt ist seine Ma, an der er fürchterlich hängt, die aber seinen vielen Fragen irgendwann nicht mehr ganz standhalten kann, und beginnt, die Wahrheit zu erzählen. Auf ihr lastet ein unfassbarer Druck, da sie ihren Sohn beschützen, aber auch in die Freiheit bringen möchte und denkt sich mit der Hilfe von Jack deshalb einen Plan aus, um aus Room zu entkommen.

Da die Geschichte mich wirklich sehr gefesselt hat und man mitleidet, möchte ich gar nicht zu viel verraten. Nur so viel: Emma Donoghue hat wunderbare Charaktere erschaffen und lässt uns durch ihren komplett eigenen Schreibstil sehr an der Gedankenwelt des Jungen teilhaben. Sie versteht es, dass sich wohl jeder gut in dieses kleine, aber doch sehr eigenwillige Kind hineinversetzen kann. Ich würde das Buch jedem absolut ans Herz legen, da es eine mitreissende, aber sehr schöne Geschichte zwischen Mutter und Sohn ist, die trotz dieser irren Umstände einfach nur herzzerreißend und ehrlich erzählt wird.

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